öffentliche Generalprobe
Do 05. Juni 2025 | 18:00 Uhr
Performance
Fr 06. Juni 2025 | 19:00 Uhr
Sa 07. Juni 2025 | 18:00 Uhr
Eintritt frei!
> www.vorbrenner.at
Kristin Jackson Lerch ist Tänzerin, Performance-Künstlerin und Hausmeisterin. Mit Wurzeln in queeren Subkulturen bildete sie sich autodidaktisch fort und wandte sich der bildenden Kunst zu. Mit Tanz, Makeup, sound design, text und digitalen Medien ezählt sie autofiktionale Narrative, zum Beispiel bei “Gerald” (MuMok, 2020), “Ich bin was wert!” (Sargnagel lädt ein, 2019), oder im Team bei “What comes after the storm?” (u.a. Theater am Markt, 2024), “Tell me more about your silence” (Kunsthalle Wien, 2023) “Chimeric Tendencies” (Sterischer Herbst, 2024). Als Moderatorin arbeitete sie bei Artist Talks wie (zb. Women in Drag, 2022), sowie als Tanzpädagogin (zb. Wer bin ich?, 2024). Gemeinsam mit Nkeny Bakilam Nsangong gründete sie 2022 trans*motion. Des weiteren tritt Kristin in Dragshows und als Go-Go-Tänzerin auf, sowie als Model und in Musikvideos. In Isa Schieches Film "Die Räuberinnen" (Max-Ophüls-Preis, 2024) spielte sie die Hauptrolle der Agnes.
Rey Molina Joichl ist ein verträumter Wassermann, ein leidenschaftlicher Tänzer, ein sanfter Lustmensch, ein schlafloser Schriftsteller, ein fürsorglicher Community-Organisator und ein Psychologe. Als Nachkomme des Aymara-Volkes und österreichischer Bauern sieht er sich selbst als Qariwarmi und forscht seit 2023 an trans-futuristischen und indigenen Psychologien sowie daran, wie man diese als choreografische Strategien umsetzen kann. Das Erkunden kritischer gesellschaftlicher Kontexte sowie die Rolle des Publikums in Theatern, Clubs und im alltäglichen Leben spielen eine bedeutende Rolle in seiner Praxis. Reys aktuelle Arbeit „mi cuerpo. en llamas“ ist ein kritischer Liebesbrief an den Blick des Publikums und den Konsum dissidenter Körper und „underground“ Kulturen. Seine Praxis reicht von Kitsch-Drag-Artistik (als „El Maricón“) bis hin zu zeitgenössischer Performancekunst, flirtet manchmal mit Komödie und Plattenspielern und veranstaltet gelegentlich Reggaetón- und Perreo-Workshops. Rey ist Teil von trans*motion sowie des S_P_I_T_ Festivals, des Hyperreality Festivals für Clubkultur, der Brunnenpassage und Kissen. Seit Anfang 2022 ist er ein integrales Mitglied der Ballroom-Community in Wien und hat Balls in ganz Europa, in Lima (PE) und in Arequipa (PE) unter seinem Ballroom-Alter Ego Dulce 007 getanzt.
Xava Mikosch ist ein transdisziplinärer Künstler mit Fokus auf Film, kreativem Schreiben und Performance. In seinen künstlerischen Arbeiten stellen daher verschiedene Medien eine zentrale Rolle dar, genauso wie das Aufgreifen und Hinterfragen postkolonialer, sozio-politischer Prozesse. Neben dem Studium digitaler Kunst an der Universität für Angewandte Kunst bildete er sich an der Stockholm University of the Arts und im Rahmen des DanceWEB-Stipendiums am ImPulsTanz-Festival weiter um neue, kritische Perspektiven im Tanz- und Performancebereich gewinnen. Als Teil des Kulturvereins mal hans mal franz brachte Mikosch gemeinsam mit Julia Polzer den Langfilm LIEBE LEBEN HÜNDIN HOCHZEIT auf die Leinwand, indem er sowohl für Regie und Produktion zuständig war, aber auch vor der Kamera als Performer zu sehen. Beim steirischen herbst 2024 war er mit dem process showing seines aktuellen Projekts “cimeric tendencies” vertreten, dass kritische und queere Auseinandersetzungen mit steirischer Folklore zeigte.